Mischtechnik auf Leinwand 38 x 38 x 2 cm
U15 (2026) von Reinhard Riedel
Online seit 04.09.2026
#Malerei
#phantastischer Realismus
#Hunde
#Tiere
Das Werk zeigt den Kopf eines Wolfes in strenger Frontalansicht, aufgestellte Ohren und ein direkter, durchdringender Blick prägen die Komposition. Wie in den bereits etablierten Tierporträts dieser Serie füllt der Kopf das gesamte Bildformat aus und erzeugt eine unmittelbare, konfrontative Nähe zum Betrachter.
Besonders auffällig ist die klare Zweiteilung des Hintergrunds: links ein intensives, feurig loderndes Rot-Orange, rechts ein kühles, ruhiges Blaugrau. Diese Farbteilung setzt sich im Gesicht selbst fort – die linke Wange trägt einen zarten roten Schimmer, während die rechte Kopfhälfte in kühleren Tönen verbleibt. Diese Dualität von Feuer und Kälte, Aggression und Ruhe, verleiht dem Bild eine starke symbolische Aufladung, ähnlich der Farbdramaturgie, die bereits beim Fuchsporträt der Serie zum Einsatz kam.
Die bernsteinfarbenen Augen mit ihren präzisen Lichtreflexen bilden erneut das emotionale Zentrum und stechen wach und eindringlich aus der komplexen Farbfläche hervor.
Auf Stirn und Nasenrücken erscheint ein kunstvolles blaues Blumenmuster – Pfingstrosen und Ranken, die stark an Porzellandekor erinnern. Diese Anspielung verbindet das Werk motivisch mit der Porzellan-Reptil-Serie, überträgt das Prinzip nun jedoch auf ein Säugetier und auf einen begrenzten Bildbereich statt der gesamten Kopfform. Die florale Zeichnung wirkt wie eine kostbare Bemalung oder rituelle Markierung, die dem wilden Tier eine zusätzliche, fast schamanische Bedeutungsebene verleiht.
Liniengeflecht und Textur
Am linken und unteren Bildrand durchzieht ein feines, spinnwebartiges Liniengewirr in Orange und Blau die Bildfläche – ein Wiederklang des Netzmotivs aus den Figurenporträts der Serie. Hier verschmilzt es mit den Farbflächen zu einer fast kartografischen, an Konturlinien erinnernden Struktur, die zusätzliche Bewegungsenergie in den Bildrand bringt.
Die Fellwiedergabe ist von hoher Präzision: feine, einzelne Haare sind besonders um Nase und Kinn herausgearbeitet, die weichen Konturen der Ohren kontrastieren mit der harten, grafischen Linienführung der floralen Zeichnung.
Die Verbindung von wildem Raubtier, elementarer Feuer-Eis-Symbolik und kunsthandwerklichem floralen Dekor lässt sich als Bild innerer Zerrissenheit oder dualer Natur lesen – zwischen Instinkt und Kultivierung, zwischen zerstörerischer und heilender Kraft.
Ein farblich kraftvolles Werk, das mehrere Motive der Serie – Porzellandekor, Netzgeflecht, Feuer-Eis-Kontrast – originell zusammenführt und dabei die charakteristische Bildsprache konsequent weiterentwickelt.
Besonders auffällig ist die klare Zweiteilung des Hintergrunds: links ein intensives, feurig loderndes Rot-Orange, rechts ein kühles, ruhiges Blaugrau. Diese Farbteilung setzt sich im Gesicht selbst fort – die linke Wange trägt einen zarten roten Schimmer, während die rechte Kopfhälfte in kühleren Tönen verbleibt. Diese Dualität von Feuer und Kälte, Aggression und Ruhe, verleiht dem Bild eine starke symbolische Aufladung, ähnlich der Farbdramaturgie, die bereits beim Fuchsporträt der Serie zum Einsatz kam.
Die bernsteinfarbenen Augen mit ihren präzisen Lichtreflexen bilden erneut das emotionale Zentrum und stechen wach und eindringlich aus der komplexen Farbfläche hervor.
Auf Stirn und Nasenrücken erscheint ein kunstvolles blaues Blumenmuster – Pfingstrosen und Ranken, die stark an Porzellandekor erinnern. Diese Anspielung verbindet das Werk motivisch mit der Porzellan-Reptil-Serie, überträgt das Prinzip nun jedoch auf ein Säugetier und auf einen begrenzten Bildbereich statt der gesamten Kopfform. Die florale Zeichnung wirkt wie eine kostbare Bemalung oder rituelle Markierung, die dem wilden Tier eine zusätzliche, fast schamanische Bedeutungsebene verleiht.
Liniengeflecht und Textur
Am linken und unteren Bildrand durchzieht ein feines, spinnwebartiges Liniengewirr in Orange und Blau die Bildfläche – ein Wiederklang des Netzmotivs aus den Figurenporträts der Serie. Hier verschmilzt es mit den Farbflächen zu einer fast kartografischen, an Konturlinien erinnernden Struktur, die zusätzliche Bewegungsenergie in den Bildrand bringt.
Die Fellwiedergabe ist von hoher Präzision: feine, einzelne Haare sind besonders um Nase und Kinn herausgearbeitet, die weichen Konturen der Ohren kontrastieren mit der harten, grafischen Linienführung der floralen Zeichnung.
Die Verbindung von wildem Raubtier, elementarer Feuer-Eis-Symbolik und kunsthandwerklichem floralen Dekor lässt sich als Bild innerer Zerrissenheit oder dualer Natur lesen – zwischen Instinkt und Kultivierung, zwischen zerstörerischer und heilender Kraft.
Ein farblich kraftvolles Werk, das mehrere Motive der Serie – Porzellandekor, Netzgeflecht, Feuer-Eis-Kontrast – originell zusammenführt und dabei die charakteristische Bildsprache konsequent weiterentwickelt.
Identitätsschichten – Die Kunst von Reinhard Riedel In meinen Werken versuche ich, das komplexe Zusammenspiel zwischen menschlichen Emotionen, Identität und der natürlichen Welt zu beleuchten. Jedes Werk beginnt mit dem menschlichen Gesicht – einem Portal zur inneren Landschaft der Gefühle und Erfahrungen. Durch eine einzigartige Verschmelzung von Airbrush, Pastell, Aquarell, Öl und digitalen Techniken schaffe ich vielschichtige Oberflächen, die den Betrachter dazu einladen, über das Sichtbare hinauszuschauen und mit jedem Blick neue Tiefen zu entdecken. Wiederkehrende Motive – fragmentierte Masken, gespiegelte Gesichter und organische Elemente wie Blumen oder Tierformen – dienen als Metaphern für Transformation, Verletzlichkeit und die Masken, die wir tragen. Die taktilen Texturen und lebhaften Farbkontraste in meinen Gemälden sind nicht nur ästhetische Entscheidungen, sondern integraler Bestandteil der Erzählung und schaffen eine dynamische Spannung zwischen Realismus und Abstraktion, Vertrautem und Geheimnisvollem. Meine Kunst ist in der Handwerkskunst verwurzelt, aber sie ist auch eine Antwort auf die sich entwickelnden Möglichkeiten der zeitgenössischen Bildgestaltung. Durch die Kombination traditioneller und digitaler Methoden versuche ich, Werke zu schaffen, die sowohl zeitlos als auch unverkennbar von dieser Zeit geprägt sind. Jede Komposition ist eine Einladung: zum Nachdenken, zum Hinterfragen und zur Verbindung mit den universellen Geschichten, die uns alle verbinden.

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